Hof Sintersbach - ein landwirtschaftlicher Betrieb

 

Bereits 1899 wurde ein bäuerlicher Betrieb mit ungefähr einem Hektar Land im Ort Kirberg gegründet. Im Rahmen der Flurbereinigung verlegte unsere Familie 1957 den Betrieb zum Aussiedlerhof Hof Sintersbach. Unser Bauernhof war zunächst ein Gemischtbetrieb mit Schweinemast und Rinderhaltung. 1974 gaben wir die Milchviehhaltung auf und erweiterten, mit dem Bau eines Schweinemaststalles, die Schweinehaltung um ca. 400 Tiere. 1979 kam eine Getreidesiloanlage hinzu.
Das ungefähr 150 ha große Ackerland besteht aus Lehm, sandigem Lehm, teils aus Löss bzw. Verwitterungsboden und zeigt mittleren bis hohen Steinbesatz. Hier bauen wir bis heute Weizen, Roggen, Dinkel, Raps, Sonnenblumen, Kartoffeln, Zuckerrüben, Senf, Bohnen, Zuckerrüben und Gemüse an. 1988 schloß sich Erich Brunn, als Gründungsmitglied, der Erzeugergemeinschaft Hessenhöfe an. Der Betrieb wurde geteilt und unser Sohn Frank wirtschaftet seit dem seinen Teil nach EG-Bio-Richtlinien. Es werden Fenchel, Weizen, Bohnen, Erbsen, und Gemüse angepflanzt.

Sintersbacher Hof Sintersbacher Hof Sintersbacher Hof Sintersbacher Hof

Seit 1989 sind wir in der Direktvermarktung tätig. 1994 gründete unsere Tochter Sandra in den Räumen des Hof Sintersbach einen Hofladen. Darüber hinaus setzte sie sich mit viel Engagement für die Teilnahme an Bauernmärkten ein. Die Basis für den heutigen Naturkostladen Kornblume war gelegt.
"Artgerechte Tierhaltung ist nicht zum Nulltarif zu verwirklichen", sagte Erich Brunn bereits vor vielen Jahren. Damit es den Tieren so richtig gut geht, wurden vor einigen Jahren im größeren Umfang Investitionen getätigt. Die Tiere haben nun mehr Platz und sie liegen auf Stroh. Das ständige Einstreuen und Ausmisten von Stroh bedeutet natürlich auch zeitlichen Mehraufwand. Gefüttert werden unsere Schweine ausschließlich mit Schrot aus eigenem Getreide. Inzwischen haben wir auch ungefähr 120 Legehennen, die nach den Richtlinien der Freilandhaltung gehalten werden.
Jedes Jahr im Juli können Sie auf dem Sonnenblumenfeld, gleich neben dem Hof Sintersbach, selber Blumen pflücken. Ein Schneidemesser sowie eine kleine Kasse stehen bereit.
Wie bereits erwähnt, nehmen wir regelmäßig an historischen Märkten in der Region teil. So auch am Beselicher Markt.

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Darüber hinaus veranstalten wir aber auch, ungefähr alle zwei bis drei Jahre, selbst einen Hoftag. Einen Tag der offen Tür für Groß und Klein. Wir möchten an diesem Tag allen Besuchern die Gelegenheit geben, Interessantes über die Landwirtschaft zu erfahren. 1995 veranstalteten wir im Rahmen des europäischen Naturschutzjahres in Zusammenarbeit mit dem Umweltamt des Kreises, dem Amt für Regionalentwicklung, Landschaftspflege und Landwirtschaft, ein Hof-Fest. Es gab viele Informationen zum ökologischen Landanbau, über Direktvermarktung, landwirtschaftliche Verbände und das Umweltamt. Im September 1999 richteten wir unser Hof-Fest mit dem Kreisbauernverband aus. Neben Vorträgen und Informationen über die Landwirtschaft im heimischen Raum und deren Problemen waren uns aber auch noch ganz andere Dinge wichtig: "Warum haben Rinder große, gelbe Ohrmarken?" Ein Tierlehrpfad mit vielen Informationen über Nutztiere wie Rinder, Schweine, Schafe und Hühner, gab die Antwort darauf.
Anschaulich wurde demonstriert, wie aus Weidenästen Körbe hergestellt werden. Wir boten Hofführungen und Feldrundfahrten mit dem Leiterwagen an. Dabei informierten wir umfassend über Ackerbau und den Hof Sintersbach. Für die Kinder ist auch immer wieder ein Streichelzoo mit Schafen, Ziegen, Hasen, Gänsen und Enten eingerichtet. Austoben können sich die Kleinen stets auf einer riesigen Strohhüpfburg. Oder sie suchen einen Weg durch das Stroh-Labyrinth, das 1999 aus 200 Quaderballen Stroh, von denen jeder 500 Kilo wog, bestand. Neben soviel Anstrengungen und Informationen veranstalten wir auch mitunter Wettbewerbe, wie Gummistiefelweitwurf oder Wettmelken. Darüber hinaus treten hin und wieder Volkstanzgruppen auf. Neben der musikalischen Unterhaltung ist natürlich auch immer für das leibliche Wohl gesorgt. Unseren letzten Hoftag veranstalteten wir im September 2002.